PWC-Anlagen auf Bundesauto-bahnen in Hessen

Hessen
Steckbrief
  • Ort
    Hessen
  • Plaungs- & Bauzeit
    04/2009 - 06/2016
  • Bauherr
    Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement, Wiesbaden
  • Planer
    Werner Sobek Frankfurt GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main; Prof. Dr.-Ing. Dirk Bohne Ingenieure GmbH, Siegen; Faber & Schnepp Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG, Langgöns
  • Größe
    45 m² BGF
  • Funktionen
    Unisexkabinen, Behinderten-WC, zwei Urinale, zentraler Technikraum
  • Kategorien
    wc
Beschreibung

Im Lande Hessen stehen auf den Bundesautobahnen Neu- und Ersatzneubauten von PWC-Anlagen in größerer Anzahl an. Ziel sind vorgefertigte Gebäude auf heutigem technischem Standard, weitgehend vandalismusssicher und architektonisch ansprechend. In gewissen Maße ein „Aushängeschild“ des Landes Hessen.
Die ersten 13 Anlagen wurden 2014-15 realisiert und in Betrieb genommen. Weiterhin soll das Land Hessen in die Lage versetzt werden, durch landeseigene Planungsunterlagen die PWC-Anlagen öffentlich aus¬zuschreiben, ohne auf Systemanbieter zurückgreifen zu müssen.
Ausgehend von einer europaweiten Markt- und Pro¬duktanalyse wurden von den Architekten Pahl + Weber-Pahl im Auftrag des Landes Hessen verschiedene Typen entwickelt.
In Diskussion mit Hessen mobil, Straßenmeistereien vor Ort und Fachplanern, wurde eine kompakte Form entwickelt mit vier Unisexkabinen, separatem Behinderten-WC und zwei Urinalen. Herzstück ist ein zentraler Technikraum, welcher alle Anlagen rückwärtig versorgt. Neuere Erkenntnisse führten zu einem völligen Verzicht auf herkömmliche Materialien wie Fliesen und sonstigen Bekleidungen. Alle Oberflächen sind reversibel, werden regelmäßig gereinigt und gespült (z.B. Bodenspülung unter dem Doppelboden).
Eine elektronische Überwachung aller Vorgänge und Ausleuchtung durch energiesparende LED‘s schafft eine angenehme und sichere Atmosphäre.
Das äußere Erscheinungsbild ist geprägt durch eine aufgesetzte und beleuchtete Membran. Dieses zeichenhafte Dach sorgt für gute Auffindbarkeit, Schutz und allseitige Ausleuchtung zur Nachtzeit. Hierfür wurden spezielle, umweltfreundliche LEDs mit 3.000 K (Lichtfarbe) eingesetzt, welche nachweislich deutlich weniger Insekten anlocken.