Produktion und Eventcenter Viba Sweets

Schmalkalden
Steckbrief
  • Ort
    Schmalkalden
  • Plaungs- & Bauzeit
    04/2009 - 01/2012
  • Bauherr
    Viba Sweets GmbH, Floh-Seligenstadt; Stadt Schmalkalden; LEG Thüringen
  • Planer
    Wenig (örtl. Bauleitung), Kieselbach; Ingenieurbüro für Bau- und Tragwerksplanung Jung, Steinbach-Hallenberg; Ingenieurbüro für Wärme- und Haustechnik IBP GmbH, Erfurt; Gackstatter Beratende Ingenieure, Erfurt; Heikaus GmbH Raumgestaltung, Mundelsheim
  • Größe
    8.860 m² BGF
  • Funktionen
    Produktion, Warenein- und ausgang, Sozialräume + betriebliche Büros, Besucherrestaurant, Shop, Veranstaltungs und- Ausstellungsflächen
  • Kategorien
    produzieren kommunizieren
Beschreibung

Funktionalität und Konstruktion
Die „Viba-Welt der Sinne“ und die Produktionshallen folgen in ihrer konstruktiven Ausbildung den jeweils spezifischen und andersartigen Anforderungen. Die „Welt der Sinne“ ist ein einfacher zweigeschossiger Körper mit Flachdecken, welcher durch ringförmig begrenzten Nutzungsbereiche geprägt wird. Die Fassade besitzt eine vorgesetzte, zweigeschossige und lastabtragende Holzkonstruktion, welche den ökologischen Anspruch den Bezug zum Landschaftsraum und der Forstwirtschaft in der Region versinnbildlicht. Trotz der lockeren Anordnung der „sinnprägenden Elemente“ (pralinés) ist die Gesamtform (ballotin) kompakt und wirtschaftlich. Der Entwurf ist an jeder Stelle barrierefrei und erlaubt Veranstaltungen bis zu 800 Personen auf zwei Ebenen.

Die Produktion folgt einem rationellen Tragwerksraster von 7,50m x 25m, welches stützenfreie Hallen erlaubt. Die Auffächerung bietet neben der Chance von Freiraumbezügen, zusätzlichen Transporttrassen und klaren Andockstellen für weitere Bauabschnitte brandschutztechnische Vorteile.
Die Bauwerkshülle ist ein Stahlleichtbau mit elementierter Bekleidung, wobei die typischen Firmenfarben in einer strukturierten Oberfläche zur Geltung kommen.
Wareneingang und -ausgang liegen konzentriert an der Nordseite, hier besteht die Erweiterungsmöglichkeit für weitere betriebliche Fahr- und Rangierflächen auf dem Grundstück. Der gesamte Lieferverkehr ist von der Besucherseite entkoppelt.
Die Stellplatzanlagen sind in Gruppen auf „bestehenden Brachflächen“ angeordnet. In der ersten Bauphase können auch spätere Baufelder für Mitarbeiterstellplätze genutzt werden. Alle befestigten Oberflächen sind versickerungsfähig, reine Fahrflächen in Asphalt. Die Ladezone mit Schwerlastverkehr eine bewehrte Betonplatte.

Gebäudetechnik / Energieeffizienz
Der technologische Ansatz ist geprägt von Kompaktheit und Nutzung von Speichermassen und natürlichen Ressourcen. So erhält die „Viba-Welt der Sinne“ neben einer lastabhängigen lufttechnischen Anlage mit Quellluft (Frischluft über Wärmetauscher/ Wärmerückgewinnung) eine Bauteilkühlung durch eingelegte Röhren in die Betondecken. Dadurch können wirtschaftlich sommer- und winterliche Lasten abgedeckt werden. Regenwasser der Dachflächen wird genutzt und überzählige Mengen den Freiflächen zur Versickerung überlassen.